Initiative für Klemmhof-Konzept

Die FWG ergreift in der kommenden Stadtratssitzung die Initiative für ein dauerhaftes Nutzungskonzept für den Klemmhof. Erster Ideenansatz ist ein multifunktionales Kulturzentrum, der Prozess soll aber ergebnisoffen angegangen werden. FWG-Chef Marc Weigel, der die Initiative im Stadtrat vorstellen wird sowie Verleger und Stadtrat Christoph Meininger und Modehändler Giovanni Raneri, die die FWG-interne Arbeitsgruppe dazu bilden, freuen sich auch über Anregungen und Ideen der Bürger.

“Es geht darum, einen Prozess anzustoßen, der eine dauerhafte Lösung mit sich bringt. Eine gewerbliche Vermarktung des Klemmhofs ist trotz großer Anstrengungen der WBG gescheitert”, so Weigel. Der Klemmhof als Kernzone der Innenstadt müsse aber dringend aufgewertet und belebt werden. Die Stadt stehe aus Sicht der FWG planerisch und finanziell in der Verantwortung, da die Bedeutung des Klemmhofareals elementar für die Stadtentwicklung sei.

Die Verwaltung plant momentan eine neue Interimslösung mit dem Umzug des Mehrgenerationenhauses, das wegen der Unterbringung von Flüchtlingen aus dem angestammten Gebäude in der “Von-Hartmann-Straße” weichen musste. Gegen einen kurzzeitigen Umzug haben die Freien Wähler nichts, sehen dies aber nicht als Lösung für das Klemmhofproblem. “Das MGH könnte durchaus auch längerfristig Teil einer weitergehenden Entwicklung des Klemmhofkomplexes werden. Wichtig ist uns aber, die Thematik umfassender und mit dem Ziel einer dauerhaften Zukunftslösung anzugehen und keine neuen Übergangslösungen zu schaffen, in denen nichts Durchgreifendes passiert”, ergänzt der FWG-Vorsitzende.

Daher solle eine Projektgruppe bestehend aus politischen Vertretern, den Haupteigentümern, allen betroffenen Verwaltungsabteilungen, städt. Gesellschaften und den möglichen Nutzern ein schlüssiges und innovatives Gesamtkonzept unter Berücksichtigung der baulichen, eigentumsrechtlichen und finanziellen Machbarkeit erarbeiten.

Die FWG hat hierfür auch eigene Ideen gesammelt und ist offen für weitere Vorschläge auch aus der Bürgerschaft. “Unser erster Ansatz ist ein generationenübergreifendes und multifunktionales Kulturzentrum”, erklärt Marc Weigel.

Neues Nutzungskonzept für den Klemmhof – Ideensammlung der FWG

Außenbereich:

– Optische Aufwertung, positiveres Erscheinungsbild weg vom 70er-Jahre-Flair

– Einbezug des Konzepts „Wasser in die Stadt“

– großer Fahrradparkplatz in der Ost-West-Radwegeachse

– Sitzmöglichkeiten

– Begrünung/Bepflanzung

– Spielmöglichkeiten

– Überlegungen für eine kluge Besucherführung in der Verbindung der Achse Bahnhof-Klemmhof-Hertiegebäude

Innenbereich/Nutzung:

– Aufwertung hin zu einem positiveren Erscheinungsbild; Umnutzung als multifunktionales Kultur- und Veranstaltungszentrum, das ggf. auch das Mehrgenerationenhaus aufnehmen kann und die Stadtbücherei (ggf. im EG barrierefrei) noch besser zur Entfaltung bringt

– Aufzug innen, barrierefreie Übergänge

– Schaffung eines Raumangebots, das neben Veranstaltungen der Stadtbücherei und der Volkshochschule auch für Lesungen, Vorträge, Kleinkunst, Ausstellungen, Konzerte usw. von der Stadt genutzt und an Private, Vereine usw. vermietet werden kann

– Nutzung des Treppenhauses für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen usw., ggf. Umbau

– Verbindung von Tourismus und Kultur: z.B. Unterbringung von TKS, Kulturabteilung und Stadtarchiv im Klemmhof (dafür evtl. Veräußerung der Immobilie am Hetzelplatz als Gegenfinanzierung, ähnlich bzgl. des Stadtarchivs und des Stadthauses II)

– Einbindung des Klemmhofs in ein neues städt. Museumskonzept

– passendes gastronomisches Angebot, Vermietung von Flächen als Kulturcafé (auch Lesecafé der Stadtbücherei); attraktives Restaurant, das die Räume für Veranstaltungen nutzen kann und diese möglicherweise auch unterhält

– Unterbringung andere besucherintensiver Verwaltungseinrichtungen mit Synergieeffekten für ein effizientes (optimierendes und/oder kostensparendes) Raumkonzept der Verwaltung und ihrer Gesellschaften

– Schaffung einer öffentlichen Toilette im EG

– hinsichtl. des Wohnkomplexes: zukunftsweisende Wohnmodelle der WBG und der Stadt (z.B. Bielefelder Modell)

Haben Sie weitere Ideen? Dann schreiben Sie uns!

 

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